Angetestet: Der Browser Opera

Eigentlich brauche ich ja nicht noch einen Browser. Es hat mich trotzdem gereizt Opera zu testen. Opera war in den Anfangszeiten, als dieser noch Presto als Browser-Engine nutzte, mein Lieblingsbrowser. In Zeiten als diese Suiten noch aktuell waren hatte er neben Mozilla alles an Bord was man brauchte. Seit dem Umstieg auf Chromium als Basis habe ich ihn aus den Augen verloren. Seit gestern habe ich Opera wieder installiert.

Das erste was einem nach dem Start auffällt ist die Tatsache dass der Norweger mit chinesischem Sponsor gar nicht so anders aussieht wie zum Beispiel Vivaldi. Auch er zeigt beim Start die Schnellwahl und auf der linken Seite eine Seitenleiste an. Zwar alles etwas anders in der Optik, aber von der Funktionalität gleich wie bei Vivaldi.

Das was Opera besonders macht muss man schon in den Einstellungen suchen, denn es ist standardmäßig nicht aktiviert. Dazu gehört das VPN, der Adblocker oder auch der Energiesparmodus.

Opera Features

VPN

VPN in Opera

VPN steht für Virtual Private Network, also ein virtuelles, privates Netzwerk, in das kein Fremder eindringen kann. Opera bietet zusammen mit dem Anbieter SurfEasy solche in VPN an. Bei Heise gibt’s ein Artikel dazu. Soll wohl die Privatsphäre stärken und den Standort verschleiern. Gerade letzteres klappt bestens. Mit VPN zeigt Twitter die Trends aus Schweden bei mir an. Zu finden ist es in den Einstellungen unter „Datenschutz & Sicherheit“.

Adblocker

Adblocker in Opera

Auch ein kompletter Adblocker bietet Opera. Auch der muss vorher in den Einstellungen unter „Datenschutz & Sicherheit“ aktiviert werden. Es erscheint dann ein blaues Symbol in der Adressleiste. Den Adblocker kann man mit Filterlisten füttern. Einige (Easylist, Easylist Gemany, EasyPrivacy, Malwaredomains und Adblock Warning Removal List) bringt er schon mit. Andere kann man manuell hinzufügen. Erste Tests fallen zu meiner Zufriedenheit aus.

Energiesparmodus

Energiesparmodus in Opera

Die letzte Besonderheit, die ich erwähnen möchte ist der Energiesparmodus, der kann manuell oder automatisch bei 20% bzw 50% Akkuladung eingeschaltet werden. Wie und ob das funktioniert weis ich nicht.

leere Seite Neuer Tab – kein Schnellwahl

Auch das ist für mich ein Highlight. Die hässliche und für mich unnütze Seite „Schnellwahl“ und auch die „Seitenleiste“ lässt sich deaktivieren. Opera präsentiert dann eine leere Seite wenn man ein neues Tab öffnet. Dazu muss man in den Einstellungen unter „Startseite“ => „Suchfeld verbergen“ und „Schnellwahl nicht anzeigen“ aktivieren. Die Seitenleiste kann man ebenfalls in den Einstellungen über „Seitenleiste verwalten“ => „Seitenleiste anzeigen“ deaktivieren.

Meine Meinung zu Opera

Es ist nun mal ein weiterer Chromium-Browser. Die Nähe zu Vivaldi ist überall zu spüren. Die oben erwähnten Features sind zwar ein Alleinstellungsmerkmal, aber für mich trotzdem nicht ausschlaggebend Opera allen zu empfehlen. Adblocker kann ich in jedem Browser installieren und ob jeder einen VPN-Client braucht lassen wir mal dahin gestellt. Ich selbst habe ihn installiert und werde Opera auch nutzen. Aber weiterempfehlen werde ich Opera nicht.

Links

Titelfoto: Opera

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